Thiergarten - Käppeler Hof

Inmitten des romantischen Donautales liegt der historische Gutshof Käppelerhof. Im Wasser der Donau spielgeln sich dort die steilen, kalkweißen Felswände, die aus farbigen Mischwaldhängen herausragen. Viele mittelalteriche Schlösser, Burgen und Ruinen blicken von den Höhen ins Tal. Hier findet man auch zwei Besonderheiten:

Die kleinste ”Königshalle” Europas
Zum Gutshof gehört die kleinste Basilika Europas, eine romanische Kapelle, die aus der Zeit der Höhlenburgbewohner stammt. ”Basilika” wird ein dreischiffiger Hallenbau mit überhöhtem Mittelschiff bezeichnet. Das Licht fällt durch die Fensterzone ein, die über den Dächern der Seitenschiffe liegen. Im Griechischen bedeutet ”Basilika” die Königshalle.

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Höhlenburg Weiler
Im 16. Jahrhundert berichtet der Graf von Zimmern in seiner Chronik von einem Adelsgeschlecht, das in Weiler, dem heutigen Tiergarten, nahe der Donau seinen Sitz hatte. Die Burg, in dem das Adelsgeschlecht hauste, befindet sich gegenüber von Tiergartenhof. Es handelt sich um zwei Höhlen, im Volksmund genannt "Heidelöcher". Das Innere ist gestaltet mit künstlich geschaffenen Gesimsen, Absätzen, eingesprengten Nischen, ausgehauenen Balkenlöchern und einer aus dem Fels gearbeiteten Treppe, die auf eine mehrgeschossige Nutzung der Höhle hinweist.

Rätselhaft bleibt, wie hoch die Frontmauer war, wo der Eingang lag, wieviele Fenster es gab und wie groß diese waren. Fünf Meter von der Wehrmauer entfernt sind hangabwärts Reste einer weiteren Mauer zu finden. Vielleicht war sie Stützmauer eines Vorplatzes? Man fand in der Höhle die Spitze eines Armbrustholzes und mehrere Stücke von Ofenkacheln und Scherben. Mit den Scherbenfunden läßt sich beweisen, daß die Höhlenburg zwischen 1100 und 1150 entstanden ist und im 14 Jh. wieder aufgegeben wurde.

Die Höhle, die unterhalb der Burg liegt, wird Bröllerhöhle genannt. Nach langen Niederschlägen treten aus ihr große Wassermassen mit einem gurgelnden Geräusch aus. "Wenn der Bröller los ist, werden alle Ortschaften im Donautal und um dem Bussen überschwemmt", so weiß der Volksmund zu sagen. Besichtigen kann man die Höhlen allerdings nicht - sie liegen mitten im Naturschutzgebiet. Aber auch aus der Ferne ist der Anblick lohnend...

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