Der Mörike-Pfad in Scheer Eduard Mörike (1804-1875) war von der Familie zum geistlichen Beruf bestimmt. Doch er selbst fühlte sich mehr dem "Poetischen" zugeneigt. Der Besuch Eduards brachte eine willkommene Abwechslung in das abgeschiedene Familienleben des Bruders. Seiner Schwägerin Dorothea widmete er eine Sammlung von 23 Gedichten, das sogenannte "Grüne Heft". Eduard begleitete seinen Bruder häufig bei dessen Amtsgeschäften. In dieser Zeit scheiterte eine Bewerbung bei dem berühmten Stuttgarter Verleger Cotta. Mörike bat
um Verlängerung seines Urlaubs. Mit dem katholischen Pfarrer von Scheer, Michael Wagner, hatte er sich inzwischen angefreundet und hielt sich häufig in dessen Garten auf. Der Blick auf die Donau und die Frühlingssonne inspirierten ihn zu den Zeilen: Da lieg ich auf dem Frühlingshügel,
In seinen autobiographischen Aufzeichnungen "Erinnerungen an Erlebtes" finden sich auch Notizen "aus dem Scheerer Leben" mit der Erwähnung von "Litterae erot.", also von Liebesbriefen, die er in jener Zeit geschrieben hat. Das Objekt seiner Anbetung blieb allerdings unbekannt. Beuron | Thiergarten | Sigmaringen | Bad Saulgau | ||
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