Beuron - die Gründungsgeschichte

Umgeben von schroff aufragenden Kalksteinfelsen liegt im Durchbruchtal der jungen Donau die Erzabtei Beuron. Der Sage nach wurde 777 das erste Kloster Beuron gegründet, das auf dem Platz des heutigen Soldatenfriedhofs lag und von den Ungarn zerstört worden ist.

1077 erfolgte der Wiederaufbau am heutigen Platz. Dieser wird dem Grafen Peregrin von Hoßkirch zugeschrieben. Die Legende berichtet, daß Peregrin auf der Jagd nach einem kapitalen Hirsch an diesen versteckten Ort geführt wurde. An der Spitze der Jagdgesellschaft verfolgte er den Hirsch, dessen Geweih er in Flammen sah. Dieser brachte ihn zu einer Erscheinung der Gottesmutter. Maria selbst beauftragte ihn, an der Stelle ihrer Erscheinung ein Kloster zu bauen. Im zweiten Deckenfresko im Schiff der Klosterkirche ist diese Gründungslegende in Szene gesetzt.

Die benediktinische Erzabtei St. Martin in Beuron wurde im 19. Jahrhunderten von zwei Geistlichen gegründet: den Brüdern Maurus und Placidus Wolter. Sie stammten aus einer kinderreichen, sehr religiösen Bonner Familie.

1863 gelang die Errichtung eines selbständigen Priorats in Beuron. Damit war das Kloster dem Bischof von Freiburg unterstellt. Durch die Fürsprache der Fürstin Katharina beim Papst konnte Maurus Wolter seine nächsten Ziele durchsetzen: die Erhebung zu einer Abtei und Bildung einer eigenen Kongregation, womit das Kloster dem Papst direkt unterstellt wurde. Mit der Bildung der Kongregation begann die Gründung von Tochterklöstern. Auch die Auflösung Beurons 1875 konnte das Wachstum nicht verhindern. In der Verbannung wurden Klöster in England, Prag und der Steiermark gegründet. Maurus konnte sich jetzt Erzabt nennen. Heute gehören der Kongregation zwölf Abteien, drei Priorate und vier Frauenkonvente im In- und Ausland an.

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