| Rund um den Bussen Er ist einer der herrlichsten Aussichtspunkte im ganzen Land und die höchste Erhebung Oberschwabens - der Bussen. Lange bevor das Christentum verbreitet wurde war dies ein uralter Platz der Verehrung. Wäre das nicht so gewesen, man hätte
die für viele Ortschaften der Umgebung errichtete Kirche (vor 805) mit Sicherheit nicht so unbequem auf einen Berg hinaufgesetzt. Mehrere Burgen nacheinander standen auch hier oben. Eine wurde 1280 von den Habsburgern erworben - die letzte im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Von ihr blieb trotz der Befestigung des Berges nur der Bergfried übrig. Geblieben dagegen ist die Wallfahrtskirche, erbaut 1516 teils aus Steinen der ehemaligen Vorderburg. Original erhalten ist allerdings nur
noch der Chor: Turm und Schiff wurden erneuert. Das Hochaltarbild stammt aus dem 15. Jahrhundert; das Vesperbild ist die Kopie eines durch Brand beschädigten spätgotischen Gnadenbildes. Dessen Wert hat keine entscheidende künstlerische Dimension, er beruht vielmehr auf jahrhundertelanger Verehrung._____________________________
Das Gnadenbild in der Klosterkapelle zu Unlingen
Nur so eine dunkle Ahnung hat man in Unlingen davon, daß in der dortigen Klosterkapelle ein "wundertätiges Muttergottesbild" sich befinde. Ein über 200 Jahre altes Schriftstück berichtet, "daß ein Muttergottes-Bild aus dem Franziskanerkloster zu Schorndorf fortgeführt
und in das Franziskanerinnenkloster zu Unlingen versetzt wurde". Dies geschah vermutlich in der Reformationszeit. Als man nun das Bild auf dem Kirchhof zu Unlingen ablud, fand sich eine Menge Volkes dabei ein, darunter auch eine Mutter mit ihrem blindgeborenen Kind. Aus herzlichem Vertrauen flehte diese die seligste Mutter Gottes eifrigst um Hilfe an - und siehe das blinde Kind wurde zur größten Verwunderung und Freude der Umstehenden
sehend. Begreiflicherweise wuchs die Andacht zu diesem Wunderbild und nachgebens wurde vielen Kranken wunderbar geholfen. Das Bild wurde in der Pfarrkirche auf eine Säule gestellt und nun pilgerten Andächtige von nah und fern zur "Mutter Gottes auf der Saul" in Unlingen.Es kam der Dreißigjährige Krieg. Das Bild blieb zwar trotz zweimaliger Ausplünderung der Pfarrkirche erhalten, verlor jedoch seine Anziehungskraft beim Volk. Im Kloster aber
erzählten immer noch die älteren Schwestern jene alten wunderbaren Vorgänge und es tat ihnen weh, als das Gnadenbild nicht mehr gebührend verehrt wurde. Ende des 17. Jahrhunderts waren die Klosterfrauen daher fest entschlossen, jenen Gnadenschatz in ihre neuerbaute Kapelle zu versetzen. Auf Bitten der Gemeinde blieb das Bild noch etwa 25 Jahre in der Pfarrkirche zur allgemeinen Verehrung stehen. Als dann die Pfarrkirche neu
gebaut wurde, wanderte jenes altehrwürdige Gnadenbild in die Klosterkapelle. Nun war es endlich an dem Ort, für den es eigentlich bestimmt war. Wollen Sie mehr über Unlingen erfahren? Dann klicken Sie hier. Naturpark Obere Donau | Ruine Hornstein | Waldschule zurück | vorwärts [Zum Seitenanfang] |