Die Waldschule ”Schneckenhaus”

Auf eine Besonderheit stößt der Radler im Heiligkreuztalerwald. Im Jahre 1998 wurde dort die Waldschule eröffnet. Sie ist neben dem ”Haus des Waldes” in Stuttgart einzigartig in Baden-Württemberg. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen den Wald mit allen Sinnen erleben und ihre Liebe zum Wald (neu) entdecken können.

Die Waldschule wird immer weiter ausgebaut. Sie besteht aus einem Holzhaus mit zwei Räumen und überdachter Werkstatt. Daneben eine offene Hütte. Das Holzhaus hat im ersten Stock ein holzvertäfeltes Klassenzimmer für 30 Kinder mit einem kleinen Bullerofen. Im Erdgeschoß: ein Raum voller ”Lernmaterialien”. Da gibt es einen ”Finde-Tisch”, ausgestopfte Tiere, Vogelnester, einen Ameisenhaufen, Geräte für Waldspiele, Bestimmungsbücher, Werkzeuge zur Holzbearbeitung, Holzprodukte wie Krawatten, Spechtbleistifte, Spiele und natürlich auch Informationsmaterial.

Vor dem Holzhaus erzählen Baumstämme und Rindenstücke dem Besucher Wissenswertes. Ehemalige Spechtbäume sind aufklappbar. Ein Blick hinein zeigt, daß der Specht nur der erste Bewohner war. Andere Vögel kamen nach, in den Nestern leben die Larven des Rosenkäfers oder ein Ameisenvolk bzw. Bienenschwarm. Auf dem Vorplatz auch zu finden ist eine Pappelrinde mit Angstreisern: Leidet ein Baum Wassermangel oder wird ein vorher im Schatten stehender Baum stark besonnt, treibt er Angstreiser. Diese entstehen aus schlafenden Knospen, die am Stamm austreiben.

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